Das Kambodscha-Projekt
Wie die Idee entstand
Als sich Neue Szene Mit-Herausgeber Pit Eberle und der langjährige (heute ehemalige) Chef der Augsburger Discothek Circus, Thomas Kluge, im November 2006 bei einem Konzert trafen, stellten sie fest, dass sie beide schon seit längerem eine Idee mit sich herumtrugen: eine vollkommen unkommerzielle Entwicklungshilfeorganisation zu gründen, bei der tatsächlich 100 % der gespendeten Gelder ankommen.
Nach einem ersten Aufruf in der Neuen Szene Augsburg im Dezember 2006 meldete sich eine Grafikdesignerin mit dem Angebot, die Webseite für das Projekt umzusetzen und die drei stellten gleich beim ersten gemeinsamen Treffen fest, das sich hier ehrlich gleichgesinnte getroffen haben, drei Herzen in einem Takt ...
Die Erfahrungen von Thomas Kluge
Thomas Kluge und sein Freund Christian Koch waren zu diesem Zeitpunkt schon ein paar Jahre in diesem Sinne aktiv und unterstützten ein Mädchen aus der Region Sihanoukville im Süden von Kambodscha.
„Die Idee war, Kinder in Kambodscha vor Kinderarbeit und Prostituion zu bewahren und zu versuchen, sie zu „sich selbst helfenden Menschen zu machen” indem wir Schulgeld für sie bezahlen”, erzählt Thomas Kluge. „Da wir gerne hier Urlaub machen, hat es sich ergeben, daß wir hier vor Ort eine unterstützenswerte Einrichtung fanden. Für nur 80 Euro pro Jahr ermöglichten wir der damals 16-jährigen Sam Dara drei Jahre lang den Schulbesuch, der es ihr ermöglichte sehr gut Englisch zu lernen - heute hat sie dank der Sprachschule einen guten Job als Hausmädchen bei einem ausländischen Industrie-Manager.”
„Als ich die nagelneuen Geländewagen einer Hilfsorganisation, die acht Mitartbeiter und drei Fahrer vor dem Hotel sah, hab´ ich mir beim Kaffee mal ausgerechnet, was ein einziger Tag dieser Helfer hier kostet - ca. 2.200 Dollar! Allein die Übernachtung pro Person mit Frühstück kostete 140,- Dollar ...”
Als Thomas und Christian diese Beobachtung und Berechnung machten und sich überlegten, wieviele Säcke Reis man allein dafür kaufen könnte, entschlossen sie sich zur Selbsthilfe, und suchten Möglichkeiten für eine direkte Unterstützung und Hilfe, die 100%ig ankommt.
Unsere Grundsätze
„Wir glauben, dass den Menschen dort nicht Brot, Reis, Technologie oder Vorträge etwas nutzen, sondern nur die Ermöglichung der Selbsthilfe. Dies kann nach unserer Überzeugung nur durch Bildungs-Stipendien gefördert werden!”
Denn wer Lebensmittel liefert, ruiniert die ansässigen Landwirte. Wer Lehrer liefert, erklärt die einheimischen Bildungsträger für minderwertig und lässt sie auch nichts verdienen. Die Folge: keiner will mehr Lehrer werden ... Wer Technologie liefert, unterminiert die natürliche Entwicklung einer Gesellschaft.
Das Prinzip des Ehrenamtes
Es wird niemand für seine humanitäre Arbeit bezahlt, kein Büro wird gemietet, kein Mitarbeiter eingestellt, kein Flug bezahlt, kein Hotel .... Die Gelder werden entweder über persönliche Patenschaften mit direktem Kontakt zu dem Kind gegeben, oder über einen Fond, welcher der Schule zur Verfügung gestellt wird und dessen Ergebnisse für alle via Internet und durch die Besuche von Thomas Kluge und anderen Interessierten kontrolliert werden können.
Flonny und seine Partnerin Katja sind bei unserem Projekt die Botschafter", die (wie zum Beispiel auch im Herbst 2006) auf eigene Kosten nach Sihanoukville im Süden des Landes fliegen und mit der Regent School, die sie schon seit ein paar Jahren unterstützen und deren Lehrer sie kennen, die Kontakte pflegen. Die Lehrer vor Ort können dann direkt Stipendien vergeben und berichten per eMail und Webseite über die Schüler. Und wir alle, die Neue Szene, unsere Leser und alle die daran interessiert sind, können mit ca. 80,- Euro den Englischunterricht eines Kindes für ein ganzes Jahr bezahlen!
Kein Verein – keine Steuern – keine Spendenquittung
Wir gründen hierfür keinen Verein und keine Gesellschaft, stellen keine Mitarbeiter ein ... sondern erledigen alles selbst und ohne einen Pfennig dafür zu verlangen. Dafür ist die Spende aber auch nicht steuerlich abzugsfähig.